DER NACHFOLGE-IRRTUM #5
«Die beste Nachfolgelösung ist die mit dem höchsten Kaufpreis.»
Der höchste Preis ist nicht das einzige Kriterium.
Wer sein Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut hat, möchte beim Verkauf einen attraktiven Preis erzielen. Das ist nachvollziehbar.
Doch die höchste Offerte ist nicht automatisch die beste Nachfolgelösung.
Gerade bei inhabergeführten Unternehmen spielen weitere Fragen eine Rolle.
- Was geschieht mit dem Unternehmen?
- Wie geht es für die Mitarbeitenden weiter?
- Passt der Käufer zur Unternehmenskultur?
Auch die Transaktionsaussicht, die vertraglichen Bedingungen und persönliche Ziele können den Ausschlag geben.
Was neben dem Kaufpreis zählt
Welche Kriterien wichtig sind, unterscheidet sich von Unternehmer zu Unternehmer.
Häufig spielen folgende Aspekte eine Rolle:
- Zukunft und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens
- Perspektiven für Mitarbeitende und Management
- Umgang mit Kultur und Unternehmensidentität
- Finanzierung und Transaktionssicherheit
- persönliche Ziele der Eigentümerschaft
- Rolle der bisherigen Eigentümer nach dem Verkauf
- Risikoverteilung im Aktienkaufvertrag
Ein Käufer kann beim Preis vorne liegen und bei anderen Kriterien weniger überzeugen.
Ein anderer bietet möglicherweise die überzeugendere Perspektive für das Unternehmen und seine Mitarbeitenden.
Kaufangebote richtig vergleichen
Auch beim Kaufpreis selbst lohnt sich ein genauer Blick.
Nicht jede hohe Offerte führt am Ende zum gleichen Erlös. Kaufpreismechanismen, Finanzierungsbedingungen oder erfolgsabhängige Komponenten können den Unterschied machen.
Neben dem Kaufpreis muss man sich mit dem Käufer auch auf die Ausgestaltung des Aktienkaufvertrags einigen. Hier geht es zahlreiche Punkte, welche entweder käufer- oder verkäuferfreudig ausgelegt werden können.
Deshalb sollten Eigentümer Angebote nicht anhand einer einzelnen Zahl vergleichen.
Entscheidend ist das Gesamtpaket.
Die eigenen Prioritäten früh klären
Die beste Nachfolgelösung hängt auch davon ab, was dem Unternehmer persönlich wichtig ist.
Soll das Unternehmen eigenständig bleiben? Sollen Arbeitsplätze möglichst erhalten werden? Ist eine weitere Beteiligung denkbar? Oder steht ein vollständiger Rückzug im Vordergrund?
Wer diese Prioritäten früh definiert, kann die besten Käufer identifizieren und erhaltene Angebote gezielter beurteilen.
Was macht für Sie eine gute Nachfolgelösung aus – neben dem Kaufpreis?
Oaklins unterstützt Sie dabei, Ihre Prioritäten zu definieren und potenzielle Käufer anhand relevanter Kriterien zu beurteilen.
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